Aufschwung
Ein unerwarteter Aufschwung von Besuchern meines Blogs (ein unglaublicher Sprung von 17 auf 20 innerhalb eines Tages!) lässt mich neue Hoffnung ernten, dass das hier keine Zeitverschwendung ist.
Die Dinge gehen sich locker an in diesem kleinen Land. Ich bin mittlerweile bei Essay-Nr. 8 angelangt, das Schreiben wird mehr und mehr zu einer Routine wie das Lesen. Ich komme mir zwar dabei immer noch vor wie ein Handwerker oder Fastfoodkoch, aber die Essays gehen dann doch immer mit voller Punktzahl aus dem Rennen: Das Erasmus-Privileg!
Nicht ganz so einfach schien es mir zunächst in den Kursen der International Relations zu zu gehen. Als halbstarker KuWi muss man schon ganz schön ackern um der Faktizität und Flüchtigkeit eines IR-Betriebes gerecht zu werden. Letztlich saß ich so drei Tage durchgehend vor UN-Dokumenten um diese nach zwei Artikeln des ICCPR (International Covenant on Political and Civil Rights) zu durchforsten und letztendlich festzustellen, dass ich mir um einiges mehr Arbeit gemacht hatte als der Rest der Truppe.
Den heutigen Tag verbrachte ich mit Inga in Bohinj, einen netten kleinen Dörfchen in den Bergen. Übermorgen fährt Inga wieder zu euch nach Bremen und ich habe am Montag eine Präsentation im Kurs Protection of Minorities (selbiger wie oben genannter). Deutschland wird hier teilweise ein wenig als das gelobte Land gesehen und so sollen wir Integrationsmodelle aus unseren deutschen Städten vorstellen, die dann vielleicht Implementation in Ljubljana finden sollen (oder jedenfalls sollen die slowenischen Studenten darüber nachdenken). Ob Deutschland so das beste Beispiel ist, weiß ich nicht.
Um den ersten Mai herum werde ich zusammen mit meiner Mutter meine liebe Großmutter besuchen, die sehr krank ist und wohl nicht mehr lange leben wird. Danach mache ich einen kurzen Abstecher nach Bremen und hoffe einige von euch zu treffen.
Bis dahin erstmal
Felix