Becoming Senegal...
Ein Wohnheim inmitten der Weiten Russlands,
und wir, das sind Jockel, Dafoür, Salut und ich,
wir sind heute Senegal.
Auf der Inszenierung einer Nationalschau,
man könnte hässlich sagen: Völkerschau,
durchbrechen wir den Kreis
und präsentieren mich:
Den weißen Senegalesen.
Das ist bezeichnend,
denn wie Jockel mir erzählt,
wohnen im Senegal bis heute
nur wenig Menschen mit heller Hautfarbe.
Hier in Russland ist das verwirrend
und eine Attraktion:
Gelächter und Anerkennung zugleich.
Die Leiterin des Wohnheims kommt zu mir,
der Rektor hätte sich so amüsiert.
Was gut ist es da, dass das hier mehr bedeutet als Amusement,
denn von Studenten, vor allem afrikanischen,
kommen mehr als anerkennende Worte,
gegenüber meinem ernsthaften Interesse,
unseren senegalesischen Tanz nicht vorzuführen,
sondern zu zeigen, wie schwer und reichhaltig er ist.
Eine Reinszenierung von Kultur,
die ich in ihrer Komplexität
noch verstehen muss.