Große Fragen

Er sitzt auf dem Bett
ganz vorn an der Kante,
redet über die großen
Verschwörungen.
Die großen Fragen,
Kontrolle und Macht,
absolut generalisiert.
Wechsel im Kontext,
zwischen Medien
und Krieg,
sind mir zu schnell,
versuche zu bremsen.
Bis er dann auf einen
Unterschied hinweist:
In der Türkei
schauen die Menschen
nacheinander.
Die Position des
“Ich fange bei mir an!”,
bei Identität und Subjekt,
überzeugt ihn nicht.
“Typisch europäisch!”,
meint er.
Worauf ich nun wirklich
keine Antwort habe.
Antworten hat er
mit dem Projekt
namens Zeitgeist,
nach Kinski und Gottschalk,
die ich ihm zeige,
zeigt er mir eine Site:
Jesus hat nie existiert,
unmöglich,
Mohammed aber schon:
Als Kriegsherr und Politiker.
Ein Projekt namens “Zeitgeist”,
mit einem Z-Tag am 13. März,
hat Antworten auf große Fragen,
aus einer aufgeklärten Logik heraus.
Meine Position ist simpel,
ich bin nicht intelligenter
als andere.
Einzig einzigartig in der Universität
ist das Training,
das Training der Sinne,
das Vertiefen,
das Verändern,
die Unterscheidung
von Diskurs und Kontakt.
Seine Position
ist adornostisch:
Wir verstehen uns nicht,
vielleicht wegen der Sprache?
Wir reden auf Englisch,
alles andere wäre heute
wirklich zu viel.
Bis wir dann müde sind,
hat dieses Gespräch irgendetwas gebracht,
außer einem Meinungsaustausch?
Der einzige Kontakt,
den ich ausmache,
ist ein Moment meines Schweigens.
Da ist die Unterscheidung in Europa und Türkei,
in gemeinschaftsbewusst und egozentrisch,
die mir zu denken gibt.
Zwischen Einsicht und Subjekt
halten mich sinnig
meine Erfahrungen beisammen.
Große Fragen
in einem Wohnheim in Belgorod,
sind schwer zu klären.

Link zu diesem Text: www.zeitgeistmovie.com